Añu

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Die Añu (oder Paraujano) sind eine zu den Arawak gehörende Ethnie Südamerikas, die im Norden des Bundesstaats Zulia, Venezuela, an der Laguna de Sinamaica lebt. Das Wort „Añu“ bedeutet „Menschen des Wassers/der Lagune“. Die Añu-Sprache gehört zu den Arawak-Sprachen.

Der Ausdruck „Paraujano“ ist eine Bezeichnung der Wayúu, die sich gegenüber der - aktuell selten verwendeten - eigentlichen Bezeichnung „Añu“ durchgesetzt hat. Erst in den letzten Dekaden wird die Verwendung von „Añu“ von Forschern und dem 'Movimiento Cultural Paraujano (MOCUPA; spanisch für Kulturbewegung Paraujano) gefördert.

Ursprünglich siedelten sie sich an der Küste des Maracaibo-Sees an; zur Zeit gibt es aber nur noch eine größere Gruppe an der Laguna de Sinamaica, sowie vereinzelt an anderen Orten im nördlichen Zulia.

Der (umstrittenen) Legende nach gaben die an Venedig erinnernden Pfahlbauten (palafitos), die sie über dem Wasser errichtet hatten, Venezuela seinen Namen (Klein-Venedig).

Mehrere Faktoren bedrohen ihre Existenz, wie beispielsweise die Gebrechlichkeit ihres Ökosystems, der langsame Verlust ihrer Sprache und Kultur sowie die unsicheren Lebensbedingungen. Dies erzeugt auch Spannungen innerhalb der Ethnie.

Zur Zeit sprechen nur noch etwa 20 Personen (vor allem Frauen) aus einer Gemeinschaft von 4.500 deren Sprache; die Regierung spricht allerdings von einer „weit größeren Anzahl“, die sie im Laufe der Volkszählung der Wayúu festgestellt hatten und das die Añu die viertgrößte Ethnie des Landes sind.

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