Chompa

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Chompa [ˈtʃom.pa] ist die in Bolivien gebräuchliche Bezeichnung für Pullover und wurde möglicherweise vom englischen Jumper abgeleitet. Diese Pullover wurden aus Europa eingeführt und erstmals für Touristen und später für den Export hergestellt. In den siebziger Jahren kopierte man hauptsächlich den norwegischen Stil mit rundgestrickter Halspartie, entsprechend der damaligen Mode. Auf dem Land hingegen trug man Hemden und Westen aus handgewobenen Wollstoffen und darüber Ponchos. Wegen der Diskriminierung des Indianischen tragen die Männer heute westliche Kleidung (eben auch Chompas und Chamarras), in ärmeren Kreisen oft auch abgetragene Anzüge vom Altkleidermarkt. Zu den grossen Manifestationen jedoch treten die Dorfgemeinschaften heute wieder in Ponchos und Chullos (Mützen) an.

Die Chompa des Evo Morales

Zu internationaler Aufmerksamkeit gelangte die Chompa 2005/2006 als Markenzeichen von Evo Morales, dem ersten indigenen Präsidenten Boliviens. Alle protokollarischen Vorschriften missachtend trägt Morales seine Chompa auch bei hochoffiziellen Anlässen, wie dem Besuch ausländischer Staatsoberhäupter. Entgegen verschiedener Mutmassungen, um den üblichen schwarzen Anzug ersetzen zu können, müsse seine Chompa zumindest aus Alpakawolle sein, oder aus noch edleren Vicuñahaaren, ist ihr zwar Alpakawolle beigemischt, sie besteht aber ansonsten aus gemeiner Acrylfaser.


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