Die Söhne der Grossen Bärin

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Die Söhne der Grossen Bärin ist ein Romanzyklus von Liselotte Welskopf-Henrich, welcher besonders in Ostdeutschland sehr erfolgreich war und auch heute noch viele Anhänger hat. Held der mit wissenschaftlichen Kenntnissen geschriebenen, aber auch phantasievollen und spannenden Indianerbücher ist der Dakotajunge Harka, der sich später als Häuptling Tokei-ihto nennt. Die Autorin zeichnet die Hauptfiguren mit ihren biographischen Brüchen durchaus zwispältig, ohne dass die Sympathie des Lesers mit den indianischen Hauptfiguren darunter leidet.

Den gleichen Titel wie der Romanzyklus hat ein ebenfalls erfolgreicher DEFA-Film mit Gojko Mitić von 1966. Das Drehbuch schrieb abermals Liselotte Welskopf-Henrich, Regie führte Josef Mach.

Die einzelnen Bände -

  • Band 1 - Harka (1962)

Harka eifert seinem Vater, dem Kriegshäuptling der Bärenbande, Mattotaupa nach und wird schliesslich zum Anführer seiner Altergenossen gewählt. Weisse dringen auf der Suche nach Gold in das Gebiet der Black Hills, dem Heiligtum der Dakota, ein. Red Jim, ein weisser Abenteurer, bringt Mattotaupa mit dem "Feuerwasser" in Berührung. Dieser wird daraufhin des Verrats bezichtigt und aus dem Stamm ausgestossen. Harka folgt ihm in die Verbannung.

  • Band 2 - Der Weg in die Verbannung (1962)

Harka und sein Vater Mattotaupa kämpfen nach ihrer Verbannung in den Bergen ums Überleben. Ein weisser Freund bringt sie schliesslich beim Zirkus unter. Nach verschiedenen Verwicklungen müssen sie auch von hier wieder fliehen.

  • Band 3 - Die Höhle in den schwarzen Bergen (1963)

Mattotaupa und Harka können die Schwarzfussindianer durch ihre Leistungen überzeugen, sie bei sich aufzunehmen. Als der Schurke Red Jim abermals ihren Weg kreuzt müssen sie das Lager verlassen. Sie treffen sich erneut in der Höhle in den Schwarzen Bergen. In dieser soll sich ein sagenhaftes Goldvorkommen befinden.

  • Band 4 - Heimkehr zu den Dakota (1963 oder schon 1953 ?)

Harka erringt bei den Schwarzfussindianern zusammen mit seinem Freund und Blutsbruder die Kriegerwürde und trägt den in Trance gesehenen Kriegernamen Stein mit Hörnern. Mattotaupa verfällt immer mehr dem Alkohol und endet tragisch. Als Krieger nimmt Stein mit Hörnern am Sonntentanz teil. Er kehrt zu seinem Stamm, der Bärenbande zurück, auch wenn ihn nicht alle mit Freude willkommen heissen.

  • Band 5 - Der junge Häuptling (1953)

Stein mit Hörnern wird zum Häuptling seines Stammes und erhält den Namen Tokei-ihto. Bei Verhandlungen mit den Weissen über das Land, welches schon seit Jahrhunderten den Indianern gehört, wird er gefangengenommen. Der Stamm wird in die Reservation getrieben. Doch Tokei-ihto gibt sich noch nicht geschlagen.

  • Band 6 - Über den Missouri (1953)

Tokei-ihto versucht die Bärenbande aus der Reservation nach Kanada zu führen. Doch die kleine Gruppe Indianer wird von den Weissen verfolgt.

Sonstiges

Im Buch "Auf den Spuren der Söhne der Grossen Bärin" untersuchen die Autoren Till Otto und der Kulturwissenschaftler Uli Otto den historischen Hintergrund des 6-bändigen Roman-Zyklus. Dabei weisen sie unter anderem auf den akribisch eigearbeiteten historischen Hintergrund der Romane von Welskopf-Henrich hin und versuchen diese vor allem auch im Hinblick auf die weitaus bekanntere "Märchenliteratur" Karl Mays aufzuwerten.

Weblinks


Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Die Söhne der Großen Bärin aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.

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