Ehatteshaht
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| Ehattesaht, Ehatisaht |
Die Ehatteshaht (auch Ehatisaht) sind nordamerikanische Indianer und leben auf der Vancouver-Insel vor der Westküste Kanadas. Sie sprechen Wakash und gehören zu den Nuu-chah-nulth. Gegenüber der kanadischen Regierung werden sie vor allem durch den Nuu-chah-nulth Tribal Council vertreten.
Sie verteilen sich auf 10 Reservate (insgesamt knapp 130 ha) im Esperanza Inlet, einem der fünf grossen Sundgebiete an der Westküste von Vancouver Island. Diesen Sund teilen sie sich mit den Nuchatlaht. Das grösste zusammenhängende Gebiet befindet sich in der Reservation Tatchu 13A (63,1 ha), die meisten Ehattesaht leben jedoch in Chenahkint 12. Die zehn Reservationen wurden ihnen 1889 von Commissioner O´Reilly zugewiesen.
Das Gebiet ist über den Seeweg von Queens Cove oder Ehattes zu erreichen. Einige Häuser haben Zugang zu fliessendem Wasser aus einem Stausee in Queens Cove. Tanks dienen der Abwasserentsorgung. Feuerwehr, Polizei und Post befinden sich in Zeballos, Port McNeil und Tahsis. Die einzige öffentliche Einrichtung innerhalb der Reservate ist eine Gemeindehalle.
Die Gruppe lebt von Fischerei, einer kleinen Krebszucht, die zwar 60 Hektar umfasst, aber nur zu geringen Teilen bewirtschaftet wird [1]Holzwirtschaft und einige arbeiten im Bergbau, inzwischen zunehmend im Tourismus, der Forstwirtschaft[2] und der Fischzucht.
Ihr gewählter Häuptling (engl. Chief) ist Fredrik Adams, ihn beraten drei Councillors (Ratsmitglieder).
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[bearbeiten] Geschichte
Bei John R. Jewitt hiessen die Ehatteshat noch "Ai-tiz-zarts", 1857 nannte man sie "Aitzarts".[3] Sie zählen zu den Stämmen der Nuu-chah-nulth, die zu Maquinnas aufwändigen Potlatches nach Yuquot und Tahsis eingeladen wurden.[4] Maquinna, der diesen Stamm wohl als tributabhängig betrachtete, besuchte 1804 dessen Häuptling "Upquesta", wobei Jewitt feststellte, dass dieser Häuptling über 300 Krieger verfügte. Die Ehatteshat waren in seinen Augen ein sehr schönes Volk. Die Besucher wurden mit Musketenschüssen begrüsst. Eine Art Zeremonienmeister führte die Besucher zum Haus des Häuptlings. Wenige Monate später besuchten 100 Krieger wiederum Maquinna und zelebrierten eine grosse Feier. Maquinnas Gefangener und Sklave John R. Jewitt heiratete 1804 eine Tochter des Ehatteshaht-Häuptlings, die 17-jährige Eu-stoch-ee-exqua. Sie schenkte ihm bald ein Kind.
1881 zählten die Ehattesaht nur noch 145 Mitglieder und 1891 waren sie sogar auf 115 geschrumpft. Sie verteilten sich 1881 auf sechs Familien. Im August 2007 lebten im Reservat 78 Menschen, weitere 29 in anderen Reservaten und 203 ausserhalb der Reservate, aber insgesamt 310 Stammesangehörige. Ihr Hauptdorf hiess zunächst Ahateset (um 1930), Ehatisaht Village (1946), dann Ehatisaht (seit 1953).
Die Zählung von 1881 führte Harry Guillod, der für die West Coast Indian Agency zuständige Mann durch. Guillod identifizierte sechs grosse "Haushalte". Gleichzeitig versuchte er, entsprechend den angelsachsischen Ausspracheregeln, den Klang der Namen wiederzugeben. Er benutzte sogar ein Nuu-chah-nulth-Wort für Kind (tenass).
[bearbeiten] Siehe auch
Liste nordamerikanischer Indianerstämme
[bearbeiten] Literatur
- Wayne Suttles (Hrsg.): Handbook of North American Indians. Bd. 7: Northwest Coast. Smithsonian Institution Press, Washington D.C. 1990. ISBN 0-87474-187-4
- John R. Jewitt, The Adventures and Sufferings of John R. Jewitt: Captive of Maquinna, University of Washington Press 1987
[bearbeiten] Weblinks
Die Ehattesaht verfügen zur Zeit über keine eigene Homepage.
[bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ Näheres findet sich unter BC Shellfish Aquaculture (PDF): [1].
- ↑ Coulson Forest Products, ein Familienunternehmen aus Port Alberni mit etwa 450 Beschäftigten, arbeitet über ihre Tochter Hecate Logging in Form einer 50:50 Joint Venture seit 1989 mit den Ehattesaht zusammen. Ihr CEO musste 2006 feststellen, dass die ursprüngliche Idee, den Ehattesaht eine Dividende zu zahlen, keinerlei Arbeitsplätze geschaffen hat. Daher wird mittlerweile grosser Wert auf Ausbildung gelegt.
- ↑ Handbook of American Indians North of Mexico, Part 1, 419, 684
- ↑ Jewitt 115
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