Indigene Völker Südamerikas

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Bei den indigenen Völkern Südamerikas unterscheidet man Andenvölker von den Völkern des Tieflandes. Die bekanntesten indigenen Völker sind die nach ihrem ehemaligen Herrschertitel auch "Inka" genannten Quechua, sowie die Aymara, Tupi und Mapuche.

Vorkolumbische Kulturen in Südamerika

Inhaltsverzeichnis

Politische Situation

Nur wenige indigene Völker haben es bis zur Anerkennung ihrer Sprache als Amtssprache gebracht, so die Aymara (Bolivien), Quechua (Bolivien), Guaraní (Paraguay).

In einigen Ländern stellen die indigenen Völker einen wesentlichen Anteil der Bevölkerung, so in Ecuador und Bolivien.

Die indigenen Völker Südamerikas haben jeweils nationale Organisationen gegründet, über die sie ihre Interessen vertreten. Im amazonischen Kontext wurde 1984 die COICA (Coordinadora de las Organizaciones Indígenas de la Cuenca Amazónica) gegründet, um die Interessen der Amazonasindianer zu verteidigen. Gegenwärtig dient die Agenda Indígena Amazónica als strategisches Leitbild für den Kampf um indigene Rechte. Sie umfasst fünf strategische Linien:

  • Humane Nachhaltigkeiten
  • Territorien und natürliche Ressourcen
  • Angemessenes Rechtssystem
  • Stärkung traditionellen Wissens und Organisationsstrukturen
  • Akademische und wissenschaftliche Bildung

Kulturelle Entwicklung

Im Gegensatz zu den Hochkulturen Mittelamerikas gab es in Südamerika in vorkolumbischer Zeit nach heutigem Stand der Forschung keine Schrift im heutigen Sinne. Die Knotenschrift Quipu der Inka bestand nach heutigem Wissensstand ausschliesslich aus Ziffern und diente im wesentlichen zur Erfassung statistischer Daten. Neuere Forschungen behaupten, dass auch die in Textilien gewebten Tocapu-Muster schriftähnlich verwendet wurden.

Als Hochkulturen galten vor allem die Völker Perus, nach dem Beginn der Kultivierung des Mais und der Einführung der Töpferei um 2000 v. Chr.. Beginn der Metallbearbeitung um das Jahr 0 (erst Gold, dann Kupfer und Silber). Bronze wurde seit etwa 1000 verarbeitet.

Religion

Berichte über die Religionen Südamerikas finden sich vor allem in Berichten europäischer Missionare. Im Inkareich verdrängte der staatliche Sonnenkult den Mondkult unterworfener Völker. Menschenopfer spielten - anders als in Mittelamerika - eine geringe Rolle.

Weiterführende Informationen

Weblinks

Literatur

  • Kayser, Hartmut-Emanuel, Die Rechte der indigenen Völker Brasiliens - historische Entwicklung und gegenwärtiger Stand, Shaker Verlag, Aachen, 2005, 666 Seiten, 9 Abb. ISBN 3-8322-3991-X
  • Winter, Johannes und Scharmanski, André (2005): Sind die Andenstaaten unregierbar? Ursachen der politischen Krise in Bolivien, Ecuador und Peru. In: Zeitschrift Entwicklungspolitik 14/2005, S. 30-34.

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