Kolla

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Die Kolla (auch Colla, Coya, Omaguaca) sind ein indigenes Volk Südamerikas. Sie leben im nördlichen Chile, im nordwestlichen Argentinien und im südlichen Bolivien.

Die Kolla gerieten im 10.-12. Jahrhundert unter den Einfluss der Inka und übernahmen deren Kultur, Sprache (Quechua) und ihre fortgeschrittene Technologie. Dennoch konnten sie sich nicht gegen die im 16. Jahrhundert einrückenden Spanier widersetzen, sondern wurden von ihnen kolonisiert und als billige Minenarbeiter ausgebeutet. Dennoch konnten sie sich erfolgreich dem Genozid widersetzen, noch heute leben viele nach ihrer traditionellen Kultur.

Die Kolla kennen wie viele andere Indianerstämme kein Privateigentum, sondern betreiben eine kollektive Landwirtschaft. Ihre ureigenen Riten haben sich im Laufe der Zeit mit christlichen Elementen vermischt. So huldigen die Kollas nach wie vor dem Pachamama-Kult, dieser ist jedoch in den letzten Jahrzehnten ebenso wie der Karneval zur Touristenattraktion degradiert.

In Argentinien haben sich die Kolla - außer mit den Weißen - teilweise mit den Guaraní und verwandten Völkern vermischt. So geriet die Comunidad Kolla Guaraní in Orán (in der argentinischen Provinz Salta) während der letzten argentinischen Wirtschaftskrise in die Schlagzeilen, da sie sich als Piqueteros betätigten, d.h. aus Protest Strassensperren errichteten.

Weblinks


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