Incomindios:Arbeitsgruppe Schulen in Südamerika/Jahresbericht 2002
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Jahresbericht 2002 der Arbeitsgruppe "Schulen in Südamerika"
Das erste Projekt der Arbeitsgruppe „Schulen in Südamerika aus den Jahren 2001-2002“ wurde durch die Regionalgruppe Basel finanziert und erhielt auch einen Beitrag vom Festival der Kulturen in Rheinfelden. Es soll als Beispiel dienen für die von unserer Arbeitsgruppe angestrebten Ziele.
Unterstützung der Ticuna-Schulen in Brasilien
Den Kontakt zum Ticuna-Lehrer Constantino Lopes bekamen wir über Amnesty International, die ihn in die Schweiz eingeladen hatten. Die Ticuna wurden vor ein paar Jahren Opfer eines Massakers und Amnesty hat ihnen geholfen, den Fall vor Gericht zu bringen und die Verurteilung der Mörder zu erreichen. Constantino luden wir damals zu einem Gespräch nach Basel ein. Er berichtete unter anderem auch über die Arbeit der zweisprachigen Lehrer und bat uns um Unterstützung ihrer Schulen.
Die Ticuna-Lehrer leisten geradezu vorbildliche Arbeit. Sie verfassen
ihr eigenes Lehrmaterial in der Ticuna-Sprache und portugiesisch. Die
Illustrationen werden von jungen Lehrern und Schülern gemalt, die
dazugehörenden Texte stammen von älteren Ticunas, die damit die
kulturellen Werte an die junge Generation weitergeben.
Eines dieser Schulbücher, das Buch der Bäume erhielt vom Nationalen Fonds Brasiliens für Kinder-und Jugendliteratur den Preis als bestes Lehrbuch und wurde in die Liste der empfehlenswerten Schulbücher aufgenommen.
Es ist nicht nur ein Werk über die Bäume, vielmehr stellt es das traditionelle Leben der Ticuna im Einklang mit der Umwelt dar, zeigt die Zusammenhänge in der Tier-und Pflanzenwelt und deren Bedeutung für das Überleben des Volkes der Ticuna.
Dieses Projekt wurde durch die Regionalgruppe Basel finanziert und erhielt auch einen Beitrag vom Festival der Kulturen in Rheinfelden.
